Die Möwe war eine Tschechow-Adaption, die mit dem österreichischen Regisseur Gilbert Beronneau und einem Schauspielerkollektiv in Berlin und Eisenhüttenstadt entstand. Gedreht werden sollte in einer ehemaligen Stasi-Bungalowanlage; Daniel kam mit Mac-Laptop und Final Cut Pro und blieb für den Schnitt.
Der Beginn einer Berliner Schnittpraxis
Aus einem vorübergehenden Projekt wurden sechs Monate Couchsurfing, Montage und kollektives Filmemachen. Die Produktion führte Daniel in einen europäischen Independent-Filmkontext, in dem der Editor eng am Material, an den Filmschaffenden und an den praktischen Bedingungen der Herstellung arbeitete.
Eine Zusammenarbeit mit Fortsetzung
Die Arbeit mit Beronneau führte direkt zu Lunik, einem größeren Spielfilmprojekt über utopische Besetzer in Eisenhüttenstadt. Zusammen markieren beide Filme die frühe Phase von Tiptoe Films: kreative Montage, Produktionswissen und Offenheit für ungewöhnliches Material.